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ComfyUI Artikel 07 von 08

Eigene Workflows bauen

Nodes verbinden, Pipelines strukturieren und ein Setup aufbauen das wirklich zur eigenen Arbeitsweise passt.

Hier baust du eigene ComfyUI Workflows, statt nur fertige Beispiele zu laden und blind auszuführen. Der Standard-Workflow ist ein guter Einstieg, aber er ist absichtlich minimal. Wer mit ComfyUI produktiv arbeiten will, baut sich eigene Workflows die auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Das ist kein Hexenwerk, aber es braucht etwas Verständnis dafür wie Nodes zusammenhängen.

Wie Nodes verbunden werden

Jeder Node hat Eingänge (links) und Ausgänge (rechts). Ausgänge werden per Drag-and-Drop mit passenden Eingängen verbunden. Die Farbe der Verbindungspunkte zeigt an welche Typen kompatibel sind: gelb für Konditionierungen (Prompts), lila für Latent-Bilder, orange für Bilder, blau für Modelle.

Neue Nodes hinzufügen: Rechtsklick auf die leere Fläche öffnet das Node-Menü. Alternativ funktioniert die Doppelklick-Suche um schnell nach einem Node-Namen zu suchen. Im ComfyUI Manager installierte Nodes erscheinen automatisch in der Liste.

Der txt2img+Upscale Workflow

Einer der nützlichsten Workflows für den Alltag: Bild generieren und direkt hochskalieren in einem Durchlauf. So spart man einen manuellen Schritt und bekommt sofort ein druckfähiges Ergebnis.

Der Aufbau ist der Standard-Workflow, erweitert um einen Upscale-Teil. Nach dem VAE Decode kommt ein "Upscale Image" Node mit einem ESRGAN-Modell, danach optional ein zweiter KSampler der Details im hochskalierten Bild verfeinert (auch als "Hires Fix" bekannt), und schließlich ein Save Image Node.

Das ESRGAN-Modell kommt in den Ordner ComfyUI/models/upscale_models/. Gute kostenlose Optionen sind "4x-UltraSharp" oder "RealESRGAN_x4plus" von Civitai und Hugging Face.

Batch-Generierung einrichten

ComfyUI kann mehrere Bilder in einem Durchlauf generieren. Im Node "Empty Latent Image" lässt sich die Batch-Größe einstellen. Mit Batch 4 entstehen vier Bilder pro Queue-Prompt. Das ist nützlich um mehrere Variationen auf einmal zu sehen.

Für automatisierte Serien lohnt sich der Node "CR Text List". Damit lässt sich eine Liste von Prompts definieren die ComfyUI nacheinander abarbeitet. Ein Workflow läuft dann einmal, generiert aber zwanzig verschiedene Bilder mit verschiedenen Beschreibungen.

Workflow-Tipps aus der Praxis

Nodes mit Notizen versehen
Rechtsklick auf einen Node und "Add Note" auswählen. Nach ein paar Wochen weiß man sonst nicht mehr warum ein Parameter genau so gesetzt war.
Gruppen anlegen
Zusammengehörige Nodes lassen sich mit Strg+G zu einer Gruppe zusammenfassen. Das hält große Workflows übersichtlich und erlaubt schnelles Ein- und Ausblenden von Teilen.
Primitive Nodes für schnelle Anpassung
Ein "Primitive" Node kann auf einen Parameter verweisen der tief in einem komplexen Workflow steckt, z.B. den Seed oder die Steps. So hat man häufig genutzte Einstellungen immer oben im Workflow ohne scrollen zu müssen.
Workflows versionieren
Workflows als JSON exportieren und mit Datum im Namen abspeichern. Wenn man etwas ändert und es nicht mehr funktioniert, ist die letzte funktionierende Version schnell wieder geladen.
Mein Alltags-Setup

Ich nutze einen SDXL-Workflow mit integriertem ESRGAN-Upscale und einem Primitive-Node oben für Prompt und Seed. Für Flux habe ich einen separaten Workflow ohne negativen Prompt und mit angepassten Sampler-Einstellungen. Beide sind als Vorlagen gespeichert und mit einem Klick geladen. Mehr brauche ich für 90 Prozent meiner Arbeit nicht.

Der nächste sinnvolle Schritt

Wenn du diesen Teil verstanden hast, passen diese Seiten als Nächstes:

Häufige Fragen

Warum eigene Workflows bauen?

Eigene Workflows machen Abläufe verständlich, wiederholbar und an deine Ziele anpassbar.

Wie finde ich Fehler im Workflow?

Prüfe fehlende Modelle, falsche Verbindungen, Node-Fehler und die Reihenfolge der Pipeline.

Wann lohnt Automatisierung?

Wenn du viele Varianten, Serienbilder, Upscaling oder wiederkehrende Produktionsschritte brauchst.