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n8n Artikel 02 von 08

Dein erster Workflow

Webhook rein, E-Mail raus: ein kleiner Ablauf, an dem du Trigger, Nodes, Verbindungen und Tests verstehst.

Hier baust du deinen ersten n8n Workflow vom Trigger bis zur E-Mail und lernst den Testlauf kennen. Der erste Workflow ist der schwerste. Nicht weil er technisch komplex ist, sondern weil die Oberfläche erstmal einschüchternd wirkt. Ein leeres Canvas, jede Menge Bausteine, keine Ahnung wo anfangen. Wir bauen deshalb bewusst nur einen schmalen Ablauf: Eine Anfrage kommt rein, n8n reagiert, eine E-Mail geht raus.

Das Ziel

Wir bauen zusammen einen einfachen aber echten Workflow. Keine Spielerei. Wir nehmen eine HTTP-Anfrage entgegen und schicken uns selbst eine E-Mail. Klingt simpel, zeigt aber alle wichtigen Konzepte die du später immer wieder brauchst.

Die drei Bausteine

Jeder n8n-Workflow besteht aus Bausteinen. Man nennt sie Nodes. Jede Node macht genau eine Sache. Für unseren ersten Workflow brauchst du drei davon.

📡
Trigger
Startet den Workflow. Wartet auf eine eingehende Anfrage von außen.
⚙️
Verarbeitung
Nimmt die Daten entgegen und bereitet sie für den nächsten Schritt vor.
📧
Ausgabe
Tut etwas mit dem Ergebnis. In unserem Fall: eine E-Mail schicken.

Stell dir das wie ein Fließband vor. Erste Station nimmt etwas an, zweite formt es um, dritte liefert es aus. Dieses Muster findest du in jedem Workflow, egal wie komplex er ist.

Schritt für Schritt

1
Neuen Workflow anlegen
Du öffnest n8n und klickst auf "New Workflow". Du siehst ein leeres Canvas. Das ist dein Arbeitsbereich.
2
Webhook-Node hinzufügen
Klick auf das Plus-Symbol und such nach "Webhook". Das ist dein Trigger. Diese Node wartet auf eine eingehende Anfrage und startet den Workflow sobald sie ankommt.
3
E-Mail-Node verbinden
Füge einen "Send Email"-Node hinzu. n8n zieht automatisch eine Linie wenn du ihn mit dem Webhook verbindest. Diese Linie bedeutet: was der erste Node empfängt, geht weiter zum zweiten.
4
E-Mail konfigurieren
Öffne die E-Mail-Node und trag Empfänger, Betreff und Text ein. Für den ersten Test reicht deine eigene E-Mail-Adresse.
5
Testen
Oben rechts gibt es einen "Test"-Button. Wenn du darauf klickst, wartet n8n auf eine Anfrage. Du öffnest ein Terminal und schickst eine einfache HTTP-Anfrage an die Webhook-URL. Sekunden später landet die Mail in deinem Postfach.

Dieser Moment

Das erste Mal wo etwas wirklich automatisch passiert, der hat bei mir etwas ausgelöst. Du hast nichts getan außer auf einen Button zu klicken, und trotzdem ist eine E-Mail angekommen. Das klingt banal. Aber wenn du es selbst erlebst, verstehst du warum ich seitdem alles automatisiere was sich automatisieren lässt.

Mein Tipp

Spar dir für den Anfang die Konfiguration eines echten E-Mail-Servers. n8n hat eine eingebaute Test-Funktion die dir zeigt was die Node ausgeben würde, ohne wirklich eine Mail zu schicken. Erst wenn der Workflow funktioniert, schaltest du auf echten Versand um.

Was du jetzt weißt

Du kennst das Grundprinzip: Trigger, Verarbeitung, Ausgabe. Jeder noch so komplexe Workflow folgt diesem Muster. Was sich ändert ist nur die Anzahl der Schritte dazwischen und was in jedem Schritt passiert.

Als Nächstes schauen wir uns Webhooks genauer an. Dann verstehst du nicht nur, dass dein erster Workflow startet, sondern auch, wie externe Dienste ihn zuverlässig auslösen.

Der nächste sinnvolle Schritt

Wenn du diesen Teil verstanden hast, passen diese Seiten als Nächstes:

Häufige Fragen

Was ist ein Trigger in n8n?

Ein Trigger startet einen Workflow, etwa durch einen Webhook, Zeitplan, Formular-Eingang oder eingehende Daten.

Warum mit Webhook und E-Mail starten?

Diese Kombination zeigt sofort, wie n8n Daten empfängt, verarbeitet und eine sichtbare Aktion ausführt.

Wann ist ein Workflow produktiv?

Erst wenn Testdaten, Fehlerfälle, Zugangsdaten und Aktivierung bewusst geprüft wurden.