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ComfyUI Artikel 02 von 08

ComfyUI installieren

ComfyUI installieren, Modellordner verstehen, erstes Modell vorbereiten und die Oberfläche im Browser starten.

Hier installierst du ComfyUI, legst Modellordner an und bereitest den ersten lokalen Start im Browser vor. ComfyUI zu installieren ist kein Hexenwerk. Aber es gibt ein paar Dinge die man wissen sollte bevor man anfängt: Was braucht man wirklich, welcher Weg ist der einfachste und wo hakt es häufig. Das schauen wir uns hier durch.

Was du brauchst

ComfyUI läuft lokal. Das heißt dein Rechner macht die ganze Arbeit. Die wichtigste Komponente ist die Grafikkarte.

GPU NVIDIA mit mindestens 4 GB VRAM für SD 1.5, 8 GB für SDXL, 16 GB für Flux. AMD geht auf Linux mit ROCm, ist aber deutlich aufwändiger einzurichten. Intel Arc funktioniert eingeschränkt. Ohne dedizierte GPU wird es sehr langsam.
RAM Mindestens 16 GB Arbeitsspeicher. 32 GB sind komfortabler, besonders wenn mehrere große Modelle geladen werden.
Speicher Modelle sind groß. Ein einzelnes SDXL-Checkpoint kann 6 GB belegen, Flux sogar über 20 GB. Plane mindestens 50 bis 100 GB freien Speicher ein.
Python Version 3.10 oder 3.11. Python 3.12 kann je nach Abhängigkeit Probleme machen. Wer es einfach will, nimmt den ComfyUI Desktop der Python mitbringt.
Meine Empfehlung

Für Windows-Nutzer ist der ComfyUI Desktop der einfachste Einstieg: herunterladen, installieren, fertig. Auf Linux und Mac geht es per Git. Alle drei Varianten zeige ich unten.

Installation

Linux: Installation per Git

Auf Linux ist der manuelle Weg der Standard. Python und Git sind in der Regel bereits vorhanden oder schnell nachinstalliert.

# Voraussetzungen prüfen python3 --version # sollte 3.10 oder 3.11 sein git --version # Repository klonen git clone https://github.com/comfyanonymous/ComfyUI.git cd ComfyUI # Virtuelle Umgebung anlegen (empfohlen) python3 -m venv venv source venv/bin/activate # Abhängigkeiten installieren pip install -r requirements.txt # ComfyUI starten python main.py

ComfyUI ist danach unter http://127.0.0.1:8188 im Browser erreichbar.

CUDA auf Linux

Damit ComfyUI die NVIDIA-GPU nutzt, muss CUDA installiert sein. Die einfachste Methode: PyTorch mit dem passenden CUDA-Build installieren. Auf der PyTorch-Webseite gibt es einen Konfigurator der den richtigen pip-Befehl für deine CUDA-Version generiert.

Mac: Installation per Git

Auf dem Mac läuft ComfyUI über Apple Metal, also die GPU-Beschleunigung von Apple Silicon (M1, M2, M3, M4). Die Performance ist gut, aber nicht ganz auf dem Niveau einer dedizierten NVIDIA-GPU. Für den Einstieg reicht es absolut.

# Xcode Command Line Tools installieren (falls noch nicht vorhanden) xcode-select --install # Repository klonen git clone https://github.com/comfyanonymous/ComfyUI.git cd ComfyUI # Virtuelle Umgebung anlegen python3 -m venv venv source venv/bin/activate # Abhängigkeiten installieren pip install -r requirements.txt # ComfyUI starten (Metal wird automatisch erkannt) python main.py

ComfyUI erkennt Apple Silicon automatisch und nutzt Metal für die Berechnung. Ein manuelles Setzen von Flags ist nicht nötig. Die Oberfläche öffnet sich unter http://127.0.0.1:8188.

Hinweis für Intel-Macs

Ältere Macs mit Intel-CPU ohne dedizierte GPU können ComfyUI zwar ausführen, die Generierung läuft dann aber auf der CPU. Das ist sehr langsam und für den praktischen Einsatz kaum geeignet. Für gelegentliches Ausprobieren funktioniert es trotzdem.

Windows: ComfyUI Desktop

ComfyUI Desktop ist der offizielle Installer für Windows. Er bringt Python, CUDA und alles nötige direkt mit. Kein Herumhantieren mit Pfaden oder Versionen.

1
Installer herunterladen
Auf comfy.org oder der GitHub-Releases-Seite von comfyanonymous/ComfyUI den aktuellen Windows-Installer laden. Die Datei heißt etwa ComfyUI_windows_portable.7z oder ein Desktop-Installer.
2
Entpacken und starten
Das Archiv an einen beliebigen Ort entpacken, zum Beispiel nach C:\ComfyUI. Dann run_nvidia_gpu.bat per Doppelklick starten.
3
Browser öffnen
ComfyUI startet ein Konsolenfenster und öffnet danach automatisch den Browser unter http://127.0.0.1:8188. Die Oberfläche ist da, sobald die Konsole keine Fehlermeldungen mehr zeigt.

Windows: Manuell per Git

Wer mehr Kontrolle will oder immer die aktuellste Version nutzen möchte, klont das Repository direkt.

# Repository klonen git clone https://github.com/comfyanonymous/ComfyUI.git cd ComfyUI # Abhängigkeiten installieren (in einer virtuellen Umgebung empfohlen) pip install -r requirements.txt # ComfyUI starten python main.py

Beim ersten Start lädt ComfyUI keine Modelle herunter. Du siehst nur die leere Oberfläche. Modelle kommen im nächsten Schritt.

Erstes Modell laden

Ohne Modell generiert ComfyUI nichts. Modelle kommen nicht automatisch mit. Der einfachste Einstieg ist ein SDXL-Checkpoint von Civitai oder Hugging Face.

1
Modell herunterladen
Auf Civitai oder Hugging Face ein Checkpoint-Modell suchen. Für den Einstieg empfehle ich einen SDXL-Base-Checkpoint. Die Datei hat die Endung .safetensors oder .ckpt.
2
Modell in den richtigen Ordner legen
Die Datei kommt in ComfyUI/models/checkpoints/. ComfyUI liest diesen Ordner beim Start automatisch aus.
3
ComfyUI neu starten oder Seite neu laden
Danach erscheint das Modell in der Auswahl des Load Checkpoint Nodes. Wenn nicht, hilft ein Klick auf "Refresh" in der Oberfläche.

ComfyUI Manager installieren

Der ComfyUI Manager ist ein Community-Plugin das das Installieren von Erweiterungen und Modellen deutlich vereinfacht. Es lohnt sich, ihn direkt am Anfang einzurichten.

# Im ComfyUI-Verzeichnis: custom_nodes-Ordner aufrufen cd ComfyUI/custom_nodes # Manager klonen git clone https://github.com/ltdrdata/ComfyUI-Manager.git # ComfyUI neu starten

Nach dem Neustart erscheint in der Oberfläche oben ein neuer Menüpunkt "Manager". Von dort lassen sich Nodes, Modelle und Updates direkt in ComfyUI verwalten, ohne die Konsole zu bemühen.

Häufige Fehler beim Einstieg

Kein Modell gefunden: Datei liegt im falschen Ordner oder hat die falsche Endung. CUDA not available: PyTorch wurde ohne GPU-Support installiert, neu installieren mit dem passenden CUDA-Build. Out of memory: VRAM reicht nicht, kleineres Modell oder geringere Auflösung wählen.

Aus eigener Praxis

Bei ComfyUI dokumentiere ich Modellordner und fehlende Custom Nodes direkt am Setup. Sonst ist ein geladener Workflow später schwer zu reparieren.

Der nächste sinnvolle Schritt

Wenn du diesen Teil verstanden hast, passen diese Seiten als Nächstes:

Häufige Fragen

Welche Hardware braucht ComfyUI?

Eine GPU mit ausreichend VRAM ist ideal. Kleine Tests gehen je nach Setup auch langsamer auf CPU oder kleinerer GPU.

Warum sind Modellordner wichtig?

ComfyUI erwartet Checkpoints, LoRAs und Zusatzmodelle an bestimmten Orten, damit Workflows sie finden.

Was macht der ComfyUI Manager?

Er hilft beim Installieren fehlender Nodes und Erweiterungen, die viele Community-Workflows voraussetzen.