ComfyUI öffnen, den Standard-Workflow lesen und dein erstes Bild erzeugen, ohne dich in Nodes zu verlieren.
Hier startest du deinen ersten ComfyUI Workflow und lernst die wichtigsten Nodes einer Bildpipeline kennen. Wenn ComfyUI zum ersten Mal öffnet, sieht man einen leeren Bereich mit ein paar miteinander verbundenen Kästen. Das ist der Standard-Workflow. Er ist bereits fertig und funktioniert sofort, vorausgesetzt ein Modell ist geladen. Hier schauen wir uns durch was dieser Workflow macht und wie man das erste Bild erzeugt.
Was der Standard-Workflow macht
Der Standard-Workflow besteht aus sieben Nodes, die von links nach rechts eine Pipeline bilden. Jeder Node bekommt eine Eingabe und gibt eine Ausgabe weiter. Am Ende steht ein fertiges Bild.
Load CheckpointLädt das KI-Modell. Hier wählst du welches Modell für die Generierung verwendet wird.
CLIP Text Encode (Prompt)Wandelt deinen Text-Prompt in eine Form um, die das Modell versteht. Einmal für den positiven, einmal für den negativen Prompt.
Empty Latent ImageDefiniert Breite, Höhe und Batch-Größe des zu generierenden Bildes. Der Startpunkt ist reines Rauschen.
KSamplerDas Herzstück. Hier läuft der eigentliche Generierungsprozess. Sampler, Schritte und CFG-Wert steuern Qualität und Stil.
VAE DecodeWandelt das latente Bild (internes Format des Modells) in ein sichtbares Pixelbild um.
Save ImageSpeichert das fertige Bild im Output-Ordner von ComfyUI.
Das erste Bild generieren
1
Modell auswählen
Im Node "Load Checkpoint" auf das Dropdown klicken und das installierte Modell auswählen. Wenn kein Modell erscheint, ComfyUI neu starten oder auf "Refresh" klicken.
2
Prompt eingeben
Im oberen CLIP Text Encode Node den positiven Prompt eingeben, also was im Bild zu sehen sein soll. Im unteren Node den negativen Prompt, also was vermieden werden soll. Für den Anfang reicht ein einfacher englischer Satz: a mountain landscape at sunset, photorealistic
3
Bildgröße prüfen
Im Node "Empty Latent Image" sind 512x512 Pixel voreingestellt. Für SD 1.5 passt das. Für SDXL besser 1024x1024 nehmen.
4
Queue Prompt klicken
Oben rechts auf "Queue Prompt" klicken. Der Fortschritt ist in der Statusleiste zu sehen. Nach einigen Sekunden bis Minuten erscheint das Bild im Save Image Node und liegt im Ordner ComfyUI/output/.
Die wichtigsten Parameter im KSampler
Der KSampler hat mehrere Einstellungen die das Ergebnis stark beeinflussen. Die wichtigsten für den Einstieg:
StepsWie viele Berechnungsschritte das Modell durchläuft. 20 ist ein guter Startwert. Mehr Schritte bedeuten mehr Detail, aber auch mehr Rechenzeit. Über 50 bringt meist wenig.
CFG ScaleWie stark sich das Modell an den Prompt hält. 7 ist der Standardwert. Niedrigere Werte (3 bis 5) geben dem Modell mehr Freiheit. Sehr hohe Werte (über 15) führen oft zu übersättigten, verzerrten Bildern.
SamplerDer Algorithmus für die Berechnung. "euler" und "dpm_2" sind schnell und gut. "dpm++_2m_karras" gilt als einer der besten für Qualität. Einfach ausprobieren.
SeedDer Zufallswert für das Bild. Gleicher Seed bei gleichen Einstellungen ergibt immer dasselbe Bild. Mit -1 wird jedes Mal ein neuer Seed gewürfelt.
Workflow speichern und laden
ComfyUI speichert Workflows als JSON-Dateien. Über das Menü oben rechts lässt sich der aktuelle Workflow exportieren und später wieder laden. Das ist praktisch wenn man verschiedene Setups nutzt oder Workflows aus der Community importieren will.
Viele Nutzer teilen ihre Workflows auf GitHub oder in ComfyUI-Foren. Einfach die JSON-Datei herunterladen und über "Load" in ComfyUI öffnen. Alle Nodes und Verbindungen sind dann automatisch wiederhergestellt.
Tipp für den Anfang
Den Standard-Workflow nicht zu schnell verlassen. Er ist absichtlich einfach gehalten und zeigt wie die Grundstruktur funktioniert. Wer versteht was jeder Node tut, kann später beliebig erweitern. Wer direkt mit komplexen Community-Workflows startet, verliert schnell den Überblick.
Aus eigener Praxis
Beim ersten Workflow aendere ich nur wenige Parameter: Prompt, Seed, Größe und Steps. Wenn zu viel gleichzeitig anders ist, weiss ich nicht mehr, was das Ergebnis verbessert oder verschlechtert.
Der nächste sinnvolle Schritt
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