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ComfyUI Artikel 05 von 08

Prompts schreiben

Wie Prompts in ComfyUI funktionieren, wie man positive und negative Prompts sinnvoll einsetzt und worauf es wirklich ankommt.

Hier schreibst du ComfyUI Prompts strukturierter und nutzt positive sowie negative Prompts gezielter. Prompts in ComfyUI funktionieren anders als bei Midjourney. Es gibt keinen einzigen Textbefehl, sondern zwei separate Eingaben: einen positiven und einen negativen Prompt. Außerdem versteht das Modell Gewichtungen und Strukturen die bei Midjourney nicht existieren. Das macht ComfyUI-Prompts mächtiger, aber auch etwas aufwändiger zu schreiben.

Positiver Prompt: was im Bild sein soll

Der positive Prompt beschreibt das gewünschte Ergebnis. Englisch funktioniert bei allen Modellen am besten. Die Reihenfolge spielt eine Rolle: was am Anfang steht bekommt mehr Gewicht.

Eine bewährte Struktur ist: Hauptmotiv, dann Stil und Stimmung, dann technische Qualitätsangaben.

Positiver Prompt
a young woman sitting in a cafe, warm afternoon light, photorealistic, sharp focus, 8k, detailed skin texture, bokeh background

Der erste Teil beschreibt das Motiv, der mittlere Teil die Atmosphäre, der letzte Teil signalisiert dem Modell dass hohe Qualität gewünscht ist. Diese Qualitäts-Tags wie 8k, highly detailed oder masterpiece sind nicht magisch, aber viele Modelle wurden mit Bildern trainiert die solche Begriffe in den Metadaten hatten und reagieren darauf.

Negativer Prompt: was vermieden werden soll

Der negative Prompt ist ein oft unterschätztes Werkzeug. Hier trägt man ein was nicht im Bild erscheinen soll. Das verbessert die Qualität oft deutlich, ohne den positiven Prompt zu verändern.

Negativer Prompt
blurry, low quality, deformed hands, extra fingers, watermark, text, ugly, bad anatomy, worst quality, jpeg artifacts

Häufige Probleme bei Stable Diffusion sind fehlerhafte Hände, schlechte Anatomie und generell niedrige Qualität. Diese im negativen Prompt zu nennen hilft dem Modell aktiv diese Fehler zu vermeiden.

Gewichtungen

In ComfyUI lassen sich einzelne Prompt-Teile stärker oder schwächer gewichten. Die Syntax dafür ist einfach: Klammern erhöhen die Gewichtung, eckige Klammern reduzieren sie.

(Begriff) erhöht die Gewichtung um Faktor 1.1. (Begriff:1.5) setzt die Gewichtung direkt auf 1.5. [Begriff] reduziert auf 0.9. Diese Syntax funktioniert für SD 1.5 und SDXL. Flux interpretiert Gewichtungen anders und kommt meist ohne sie aus.

Mit Gewichtung
(photorealistic:1.3) portrait of a woman, (golden hour lighting:1.2), soft smile, [background:0.8]

Prompts für Flux

Flux verhält sich bei Prompts anders als SD 1.5 oder SDXL. Es versteht natürliche Sprache deutlich besser und reagiert nicht gut auf Listen von Stichwörtern. Hier funktionieren vollständige Sätze besser.

Flux-Prompt
A photorealistic portrait of a woman in her thirties sitting at a wooden table in a sunlit cafe. She is smiling gently, warm afternoon light falls through the window behind her, blurring the background into soft golden tones.

Flux braucht keinen negativen Prompt. Viele Nutzer lassen den negativen CLIP Text Encode Node bei Flux-Workflows leer oder entfernen ihn ganz.

Mein Ansatz

Ich schreibe Prompts immer auf Englisch, halte den positiven Prompt unter 100 Wörtern und nutze den negativen Prompt hauptsächlich um bekannte Modell-Schwächen zu unterdrücken. Lange Prompt-Listen mit hundert Tags bringen selten bessere Ergebnisse als ein klar formulierter, strukturierter Prompt.

Der nächste sinnvolle Schritt

Wenn du diesen Teil verstanden hast, passen diese Seiten als Nächstes:

Häufige Fragen

Sind ComfyUI Prompts anders als Midjourney Prompts?

Ja. ComfyUI hängt stärker von Modell, Workflow und Parametern ab. Der Prompt ist nur ein Teil der Steuerung.

Was gehört in den negativen Prompt?

Dort stehen unerwünschte Merkmale wie Artefakte, schlechte Anatomie, unscharfe Details oder Stilprobleme.

Warum hilft Prompt-Struktur?

Struktur macht Ergebnisse wiederholbarer und erleichtert es, gezielt einzelne Aspekte zu ändern.