Zurück zur Übersicht
Midjourney Artikel 03 von 08

Prompt-Aufbau

Meine Formel für Prompts die funktionieren. Vier Bausteine, die ich bei fast jedem Bild verwende.

Hier lernst du den Prompt-Aufbau aus Motiv, Stil, Stimmung, Bildtyp und Parametern, damit Ergebnisse planbarer werden. Am Anfang schreibt man Prompts und hofft. Nach einer Weile versteht man was funktioniert und warum. Ich zeige dir die Struktur die ich gelernt habe, damit du nicht den langen Weg nehmen musst.

Meine Formel

Ein guter Prompt besteht aus vier Teilen, die in dieser Reihenfolge kommen:

Prompt-Formel
1
Motiv
Was ist auf dem Bild zu sehen? Das Hauptobjekt, die Szene, die Person. So konkret wie möglich.
a lone pine tree on a rocky mountain ridge
2
Stil
Wie soll es aussehen? Fotorealistisch, gemalt, gezeichnet, welcher Künstler, welche Epoche.
oil painting, impressionist style
3
Stimmung und Licht
Welche Atmosphäre? Lichtquelle, Tageszeit, Wetter, Emotion.
dramatic stormy sky, golden afternoon light, moody
4
Technische Parameter
Bildformat, Detailgrad, Qualitätsvorgaben. Kommen am Ende nach einem Doppelstrich.
--ar 16:9 --stylize 750

Ein Prompt wächst

So entwickelt sich ein Prompt von einfach zu präzise:

Zu vage
a mountain
Midjourney entscheidet alles selbst. Ergebnis ist unvorhersehbar.
Besser
a snow-covered mountain peak in the bavarian alps, photorealistic
Motiv und Stil sind klar. Das reicht für viele Zwecke.
Meine Version
a snow-covered mountain peak in the bavarian alps, pine forest in the foreground, oil painting, warm golden hour light, peaceful and majestic atmosphere --ar 2:3 --stylize 800
Alle vier Teile vorhanden. Das Ergebnis ist vorhersehbar und konsistent.

Die wichtigsten Parameter

Parameter kommen immer am Ende des Prompts nach zwei Bindestrichen. Die wichtigsten:

# Bildformat (aspect ratio): --ar 1:1 # Quadrat, gut für Instagram --ar 16:9 # Querformat, Wallpaper --ar 2:3 # Hochformat, Poster und Prints --ar 4:5 # Hochformat, Instagram-Post # Stilisierung (wie künstlerisch vs. fotogenau): --stylize 100 # Nah am Prompt, wenig Interpretation --stylize 500 # Ausgewogen, mein Standard --stylize 1000 # Sehr künstlerisch, mehr Freiheit # Qualität: --quality 1 # Standard, reicht fast immer --quality 2 # Mehr Details, kostet doppelt
Mein Standard

Für Etsy-Prints nutze ich fast immer --ar 2:3 --stylize 750. Das Hochformat passt für Wandbilder, und 750 gibt mir konsistent gute Ergebnisse ohne zu wild zu werden.

Was Midjourney gut versteht

Adjektive wirken stark. "ancient", "vibrant", "minimalist", "ethereal", "gritty" verändern das Bild spürbar. Nutze sie gezielt.

Künstlernamen als Stilreferenz. "in the style of Caspar David Friedrich" oder "inspired by Ansel Adams" gibt dem Modell eine klare Richtung. Gut für konsistente Serien.

Kamera und Linse. Für fotorealistische Bilder helfen technische Angaben: "shot with 85mm lens", "wide angle", "macro photography", "shallow depth of field".

Negativ-Prompts. Mit --no sagst du was nicht im Bild sein soll: --no people, text, watermark.

Der nächste sinnvolle Schritt

Wenn du diesen Teil verstanden hast, passen diese Seiten als Nächstes:

Häufige Fragen

Gibt es eine feste Prompt-Formel?

Eine brauchbare Reihenfolge ist Motiv, Kontext, Stil, Bildtyp, Licht, Farben und Parameter. Sie ist ein Startpunkt, kein Gesetz.

Welche Parameter sind am wichtigsten?

Seitenverhältnis, Stylize-Wert und Variationsverhalten haben oft den größten sichtbaren Einfluss auf den Workflow.

Warum sind Serien schwer?

Serien brauchen wiederholbare Begriffe, ähnliche Kompositionen und klare Grenzen. Sonst verändert Midjourney Stil und Details zu stark.